SV Altenoythe e.V.

Bericht NWZ 17.07.2015

 

Das Vereinsheim ist ihr

Revier Margret Cloppenburg hält

das Gebäude seit über 20 Jahren

in Schuss

 

Die 62-Jährige wird liebevoll „Mama Sportverein“ genannt.

Ihr Mann Werner ist Ehrenvorsitzender des Vereins. 

 

Margret und Werner Cloppenburg

Bild: Anna Maria Weiss

 

ALTENOYTHE Aus der Umkleidekabine beim Vereinsheim des SV Altenoythe tönt das rhythmische Scheuern eines Schrubbers. Der Geruch von Putzmittel liegt in der Luft. Hier beginnt das rund 350 Quadratmeter große Reich von Margret Cloppenburg.

 

Die 62-Jährige wird liebevoll „Mama Sportverein“ von den Mitgliedern des SV Altenoythe gerufen. Seit über 20 Jahren kümmert sich die Ehefrau des Ehrenvorsitzenden Werner Cloppenburg (66) um die Sauberkeit des Vereinsheims und der angrenzenden Gebäude.

 

An den Wochenenden steht die gute Seele des Vereins zudem noch hinter der Theke des Vereinsheims und bewirtet Spieler und Gäste und übernimmt die Planung diverser Dienste, Feste und anderer Aufgaben, die im Verein anfallen. Ob es darum geht, Bratwurst zu ordern oder Kuchen bei den Vereinsmitgliedern in Auftrag zu geben – Margret Cloppenburg kümmert sich darum

 

„Die meisten Leute wissen gar nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt“, sagt sie. „Ich habe mal angefangen, auszurechnen, wie viele Stunden ich in der Woche für den Verein arbeite – bei 20 habe ich aufgehört.“

 

Fast jeden Tag ist die Hausfrau auf dem Gelände des Vereins anzutreffen. „Nach jedem Spiel oder Training muss ja sauber gemacht werden“, meint die 62-Jährige. Als ihr Mann noch erster Vorsitzender des Vereins war, habe sie ihn stets bei seiner Arbeit unterstützt und ihm den Rücken freigehalten. Seitdem Werner Cloppenburg den Posten des ersten Vorsitzenden an Ludger Tholen abgegeben hat, ist es umgekehrt. Jetzt begleitet er seine Frau und hilft ihr bei ihren Aufgaben.

 

Damit die Spieler immer saubere Kabinen vorfinden, ist Margret Cloppenburg selbst am Wochenende schon früh auf den Beinen. Das muss so sein, findet sie, schließlich soll auch vor dem nächsten Spiel alles für die Mannschaften bereit sein.

 

Mit ihrem Mann ist sie sich einig: Ohne den Verein geht’s nicht. „Das wär’ schon ein bisschen langweilig“, sagt Margret Cloppenburg und schmunzelt. Wenn sie nicht für den Verein putzt und organisiert, sieht sie sich auch gerne Spiele an. „Mein Mann, mein Sohn, meine Tochter – alle haben Fußball gespielt. Bei uns am Tisch gab es kaum ein anderes Gesprächsthema, deshalb rutscht man da einfach so mit rein. Ich war und bin immer überall dabei“, sagt Mama Sportverein.

 

Zuletzt war sie bei der Planung der Sportwoche des Vereins eingebunden. Margret Cloppenburg hatte extra eine Putzkolonne zusammengetrommelt, um alle Fenster, die Gläser und Pokale zu putzen und polieren. „Das war für einen alleine einfach zu viel“, weiß sie.

 

Aber auch wenn die Arbeit für den Verein viel Zeit in Anspruch nimmt, Margret Cloppenburg opfert ihre Zeit gern. „Ich habe ja wirklich Freude daran, es ist schon so etwas wie ein Hobby“, sagt sie. Und deshalb lässt sie sich auch gern manch gutmütigen Spott gefallen: „Manche sagen schon zu mir, ich solle mir im Vereinsheim ein Zimmer nehmen, weil ich doch sowieso immer hier bin.“

 



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